© Max Aschenbrenner
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Unterwegs auf dem Grenzgängerweg im Allgäu

18.08.2026

Grenzen überschreiten und dabei die eigenen Grenzen verschieben. Zu siebt und in sieben Tagen haben wir den Grenzgängerweg zwischen Lechtal, Tannheimertal und Ostrachtal erwandert. Wie oft wir dabei die Grenze zwischen Österreich und Deutschland überquert haben, hat wohl keiner von uns mitgezählt. Zu schön war die Landschaft auf beiden Seiten.

Samstag früh um 8:30 ging es in Hinterhornbach los auf den Grenzgänger Weg. Mit einer Anfahrtszeit von 5h schien das erstmal recht früh, klappte dann aber besser als erwartet. Die Gruppe hatte sich teils schon beim Vortreffen kennengelernt, manche sind aber noch spontan dazu gekommen. Auf dem ersten Anstieg lernten sich also erstmals alle kennen. Alle wirkten fit und vorbereitet, hatten aber doch etwas Respekt vor den 7000hm auf 80km Strecke, die wir in den nächsten Tagen zurücklegen sollten. 


Die ersten Nächte verbrachten wir gemütlich in Berghotels (mit Dusche), auf der zweiten Hälfte übernachteten wir auf Berghütten, teils in Mehrbettzimmern, teils im Matratzenlager. Letzteres ist selten eine schöne Erfahrung, gehört aber irgendwie auch dazu. 

Frühstück und Abendessen gab's jeweils in den Hütten bzw. Hotels. Verpflegung für die Tour nahmen wir größtenteils mit, konnten aber an manchen Tagen auch unterwegs einkehren. Da wir ununterbrochen mindestens 30 Grad und Sonnenschein hatten, war ein kühles Getränk unterwegs ein wirklicher Luxus. Auch wenn die Hitze anstrengend war, hatten wir doch ziemlich schöne, klare Aussichten. Durch die vielen wechselnden Auf- und Abstiege bekamen wir immer wieder schöne, abwechslungsreiche Ausblicke auf andere Bergmassive. 

Das Highlight dürfte für die meisten Teilnehmer Tag 4 gewesen sein. Der Tag wird mit 8h Gehzeit und 1700hm beschrieben - alle hatten ein bisschen Bammel davor. 

Unterwegs merkten wir aber schnell, dass wir an dem Tag bestens eingelaufen waren und keinerlei Probleme dabei haben sollten. Die Aussichten auf den Vilsalpsee und Schrecksee ließen jede Anstrengung vergessen und brachten das gesamte Team sogar am anschließenden Pausentag raus in die Berge - so eine Abkühlung im glasklaren Vilsalpsee wollte schließlich niemand verpassen.

 

Der Abstieg am letzten Tag hatte es dann nochmal in sich - Geröll und Schotter brachten unsere Knie nochmal an die Grenzen. Nach 7 Tagen in den Allgäuer Alpen, kamen alle erschöpft und doch erholt ans Ziel.

Vielen Dank an unsere Tourenleitung Gabi! Du hast die Tour gut durch geplant, gut organisiert und jeden von uns motiviert, über unsere Grenzen an den Grenzen zwischen Deutschland und Österreich zu gehen. Das war eine wunderschöne Tour, die jeder von uns weiterempfehlen kann.

Caro Abe