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Lechquelltour

30.12.2025

Teilnehmer*innen: Wiebke, Doris, Jürgen, Hans-Jürgen, Rainer und Helmut

Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Unser vorgesehener Wanderleiter Peter musste seine Teilnahme leider kurzfristig zurückziehen. Die gute Nachricht gleich hinterher: Peter konnte Rainer für uns gewinnen, der die ganze Tour souverän geleitet hat.

1. Tag:

Abfahrt um 11 Uhr nach Lindau und Übernachtung im Insel-Hostel. Wir machten bei sonnigem Wetter einen Spaziergang am Hafen und durch die Altstadt. Dann suchten wir uns ein Restaurant zum Abendessen und bummelten durch die Stadt und mit einem Drink am Bodenseeufer endete unser erster Tag.

2. Tag:

Nach einem kleinen Frühstück beim Bäcker ging es mit dem Auto durch die Berge bis nach Schröcken zum von Rainer strategisch gut gewählten Parkplatz. Im Ort Lech, den wir anschlie.end mit dem Linienbus erreichten, startete nach St.rkung mit einer belegten Semmel unsere erste Wanderung zur Ravensburger Hütte. Bei bestem Wetter in wunderbarer Umgebung erreichten wir gegen 15 Uhr die Hütte. Zeit genug, um noch auf der Sonnenterrasse das schöne Wetter mit Kaffee und Kuchen zu genießen.

3. Tag:

Zur Akklimatisierung umrundeten wir den Spullersee, kehrten zur St.rkung in die Daaler Alpe ein und wurden dort vorzüglich verk.stigt. Bei herrlichem Sonnenschein und bester Laune konnten wir danach erneut auf der Sonnenterrasse der Ravensburger Hütte entspannt den Tag ausklingen lassen.

4. Tag:

Bei bedecktem Himmel und leichtem Regen begann am Morgen der Aufbruch zur Freiburger Hütte. Nur kurz war der Regen und der Rest des Wandertages belohnte uns mit sattem Sonnenschein. Zur Stärkung für das anspruchsvollere Stück des Weges kam der kleine Stopp auf einer Alpe gerade recht, bevor wir dann am Nachmittag die Freiburger Hütte erreichten.

Die Erholung auf der Sonnenterrasse war auch heute wieder ein schöner Abschluss des Wandertages.

5. Tag:

Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes, hieß es doch da, den ganzen Tag Regen. Wir verließen die Hütte nach dem Frühstück und gingen ca. 30 Minuten zur Bushaltestelle und der Bus brachte uns zum Gasthaus Älpele. Nur so konnten wir einem recht langweiligen und rund 9 Kilometer langen Abstieg auf der asphaltierten Straße entgehen.

Hier begann unser Aufstieg zur Göppinger Hütte auf 2.245 Meter, der höchstgelegenen Hütte auf unserer Tour. Gerade losgelaufen, kam der Regen zurück und begleitete uns bis zur Hütte. Zuletzt legten Regen und Wind nochmal deutlich zu und bei mickrigen 7 Grad wurde die sonst übliche Kommunikation, auch ohne Ansage, auf ein Minimum reduziert. Mit abgekühlter Stimmung erreichten wir die Göppinger Hütte. Der Trockenraum, in den wir unsere völlig durchnässten Klamotten brachten, entwickelte sich bereits kurze Zeit später in einen echten Feuchtraum. Der Nachmittag diente der Entspannung in der sehr gemütlichen Hütte. Zur überraschung gegen Abend, eine Gruppe Steinböcke direkt vor der Tür.

6. Tag:

Nach einem sehr guten Frühstück starteten wir in Richtung Biberacher Hütte und entgegen der negativen Wettervorhersage haben wir die Hütte trocken erreicht. Die Tour war mit rund 1.000 hm im Abstieg und 600 hm im Aufstieg die anspruchsvollste. Dabei wurde ein herausfordernder Kamin durchstiegen und ein seilversicherter Steig im Abstieg gemeistert. Eine Art Mondlandschaft mit viel Fels und anschließend noch ein Sumpfgebiet, welches sich nach dem vielem Regen gebildet hatte, wurde mit nassen Schuhen durchquert. Einen Stopp machten wir in den Stallungen der urigen oberen Alpschella (erbaut 1714), in der uns zur Stärkung durch die freundliche Gastgeberin frisch zubereitete Heißgetränke gereicht wurde. Auf der Alpe werden Longhorn Rinder gehalten, welche mit ca. 150 cm Hornabstand meist nicht freiwillig durch die engen Türen in die Ställe gehen wollen. Es sei da meist sehr viel Überzeugungsarbeit zu leisten, was bei einigen Rindviechern wohl nicht immer gut ankommt. Nach Ankunft auf der Biberacher Hütte gab es nach der Anmeldung erst einmal Kuchen und Getränke.

7. Tag:

Drei Stunden dauerte der von Dauerregen begleitete Abstieg von der Hütte. Dafür bescherte uns die Wanderung stets rauschendes Wasser und tosende Wasserfälle knapp abseits unseres Weges. Nun trug auch die perfekte Planung und Voraussicht unseres Wanderleiters Rainer Früchte. Das Auto, strategische so ideal geparkt, dass wir nach dem Abstieg direkt einsteigen und die Rückfahrt starten konnten.

Die Rückfahrt mit einer kleinen Unterbrechung im österreichischen Café sorgte für Zufriedenheit. Gegen 18 Uhr in Rüsselsheim angekommen, sorgte die Verabschiedung dann noch für leichten Wehmut. Nun warten neue und andere Abenteuer auf uns. Ein großes Dankeschön an alle für sieben unvergessliche Tage und auch Nächte. :-)