Der Meru verabschiedet sich von uns mit einem sehr matschigen Abstieg und einer großen Gruppe Pavianen, die unbekümmert durch den Dschungel zieht. Zurück auf der Farm widmen wir uns alle zuerst dem dringend nötigen Duschritual. Morgen haben wir uns einen Ruhetag verdient.
Kilimandscharo: Matsch & Magie der Umbwe-Route
Der Kili-Einstieg mit der seit Jahren nur selten begangenen steilen Umbwe-Route ist… nun ja, nass. Dauerregen und Schlammschlacht deluxe im steilen Regenwald. Unser Bus kommt auf der völlig durchweichten lehmigen Straße nicht bis zum Umbwe Gate durch. Statt gemütlichen Ankommens heißt es: komplettes Gepäck abladen und durch den teilweise wadentiefen Matsch schleppen. Unser großes Team von rund 30 Personen, inklusive Guides, Köchen, Trägern und uns selbst muss irgendwie ans Ziel kommen. Die Lösung: tansanische Improvisation! Zwei klapprige Kleinbusse und ein (!) Motorrad nehmen uns samt Gepäck Huckepack. Während sich die Motoren durch den Schlamm kämpfen, halten wir an manchen Stellen die Luft an – ob wir hier stecken bleiben? Keine Garantie. Aber irgendwie kommen wir dann doch an, klatschnass und leicht verschlammt, aber bereit.
Der Aufstieg startet verspätet. Die Bedingungen im Regenwald – schon abenteuerlich: Matschige und rutschige Pfade, feuchte Luft und durchnässte Kleidung. Unsere Gamaschen und Regenschirme kapitulieren früh. Auch in unserem ersten Camp, dem Umbwe Cave Camp, angekommen, hört der Regen nicht auf. Die Zelte sind nass, unsere Sachen auch – und nichts davon wird in nächster Zeit trocknen. Doch in all dem feuchten Chaos gibt es einen Lichtblick: Popcorn und heißer Tee im nasskalten Zelt! Ein Hoch auf die kleinen Dinge, die im Tal kaum auffallen würden, aber auf einer Höhe von knapp 3.000 Metern Herzen erwärmen können.