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Neu im Team: Unser Wanderleiter Rainer Beer


Hallo,
ich bin der Neue im Vorstand der Sektion Rüsselsheim und wurde auf der letzten Jahreshauptversammlung zum 2. Wanderwart gewählt. Nun möchte mich auf diesem Weg vorstellen.


Rainer Beer

Mein Name ist Rainer Beer, wohne in Flörsheim, bin verheiratet und habe 2 Kinder.
Im Alpenverein bin ich seit 1994 und der Sektion Rüsselsheim gehöre ich, wie auch meine Frau, seit 1998 an. Vor 1994 waren die Berge nicht so mein Ding, bis mich eines Tages Freunde mit nach Berchtesgaden nahmen, unser Ziel war damals die Wasseralm. An diesem Tag regnete es im Tal und auf dem Weg zur Wasseralm fing es auch noch an zu schneien. Die Übernachtung auf der Wasseralm war genial, zumal die Hütte restlos voll war. Am nächsten Morgen strahlender Sonnenschein, unser Abstieg führte im tiefen Schnee am Halsköpfl vorbei zur Sagereckwand.
Als wir heil auf Salet standen, hatte sich meine Weltanschauung total verändert. Früher standen die Berge nur im Weg, wenn ich in den Urlaub ans Meer fahren wollte, aber diese Tour hat mich so fasziniert, dass ich immer mehr davon haben wollte. Inzwischen ist Berchtesgaden so etwas wie meine zweite Heimat geworden, mehrmals im Jahr zieht es mich zum Bergsteigen dort hin. Auch meine erste organisierte Tour vom 20. bis 23. Juni geht ins Berchtesgadener Land und zwar zum Matrashaus auf dem Hochkönig.
An dieser Stelle möchte ich allen ein gesundes und erfolgreiches Bergjahr 2002 wünschen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele an unseren angebotenen Touren mitmachen und dass es für alle Teilnehmer ein unvergessenes Bergerlebnis zurückbleibt.
Berg Heil, wünscht Euch Euer Zweiter Wanderwart Rainer Beer

Ausbildung zum DAV-Wanderleiter

Im September 2001 habe ich meine Ausbildung zum DAV-Wanderleiter abgeschlossen.
Nachdem ich von unserem Ausbildungsreferenten Peter Trzaska angemeldet wurde, bekam ich im Januar 2001 die Kursbestätigung mit jeder Menge Informationsmaterial sowie Fernstudiumsunterlagen. Diese musste ich zur Kursvorbereitung durcharbeiten, dabei ging es vor allen Dingen um Wetterkunde und Orientierung.
Der Kurs sollte auf der Freiburger Hütte im Lechquellgebiet stattfinden. Die Freiburger Hütte ist übrigens eine sehr gut geführte Hütte mit hervorragender Küche. Da ich noch zwei Tage bis Kursbeginn Zeit hatte, habe ich mir die Gegend rund um die Hütte angesehen. Der erste Tag führte mich im Schnee Richtung Rote Wand. Der Aufstieg auf die Rote Wand war leider wegen des schlechten Wetters nicht möglich, so habe ich mich für eine Umrundung entschieden. Es war für mich ein herrlicher Tag, 8 Stunden war ich, ohne eine Menschenseele zu sehen unterwegs, allerdings musste ich einen Bach mehrfach queren der durch den Regen und Schneefall recht stark angeschwollen war, so dass ich stellenweise bis zum Knie im Wasser stand. Aber Kleinigkeiten stören ja in den Bergen nicht.
Am nächsten Morgen stand eine Wanderung entlang des Lechs auf dem Plan. Bei strahlendem Sonnenschein wanderte ich den Lech entlang. Da an diesem Tag der Lehrgang offiziell beginnen sollte, war ich gegen 17.00 Uhr wieder auf der Hütte. So nach und nach trafen auch die ersten Lehrgangsteilnehmer und die Bergführer ein.
Nach dem gemeinsamen Abendessen stellten sich die Bergführer und auch jedes Mitglied der Truppe vor, Heli und Fuchs waren unsere Ausbilder und den Naturschutzteil übernahm Sabine. Wir waren alles in allem eine sehr gemischte Gruppe, insgesamt 17 Personen nahmen an der Ausbildung teil, im Alter von 25 bis 60 Jahren war alles vertreten. Da der Wetterbericht nichts Gutes verhieß ( Schneefall mindestens bis Mittwoch ) suchten Heli und Fuchs nach einer Ausweichlösung. Diese wurde uns auch am nächsten Morgen während des Naturkundeteiles vorgestellt. Es sollte nach Arco an den Gardasee gehen. Es wurden entsprechend der vorhandenen PKW´s Fahrgemeinschaften gebildet und unter naturkundlicher Führung durch Sabine machten wir uns auf den Abstieg und auf den Weg an den Gardasee. Am Abend saßen wir schon gemeinsam in einer Pizzeria und haben uns Pizza und Rotwein schmecken lassen. Am nächsten Morgen wurden zwei Gruppen gebildet, die unterschiedlich Ziele hatten. Ich war in der Gruppe von Heli. Die nächsten Tage unternahmen wir schöne Touren im Bereich des Gardasees. Zum einen besuchten wir auch aus dem 1.Weltkrieg Festungsanlagen, aber auch die Berge rings um Arco wurden bestiegen. Wir hatten in unserer Gruppe sehr viel Spaß und der sollte bei einer Wanderung wirklich nicht zu kurz kommen.
Abends nach unseren Touren war dann noch mal Theorie angesagt. Hier wurden die Themen Wetterkunde, Orientierung, Recht und Versicherungsschutz durchgenommen bzw. vertieft. Jeder aus der Gruppe musste entsprechend der Vorgaben eine Tour führen. In der Regel bekamen wir am Abend vorher unser Ziel genannt. Da wir uns Gebietskarten besorgt hatten, wurde von uns die Tour ausgearbeitet und selbständig geführt. Während der Führung wurden wir von unseren Bergführern beobachtet und eventuelle Fehler wurden erörtert.
Fazit: Die Ausbildung als DAV-Wanderleiter hat mir einen riesigen Spaß bereitet. Ich habe neue Leute kennen gelernt, habe eine Menge über das Wetter und Orientierung gelernt.
Alles in allem eine tolle Sache, die ich unbedingt weiter empfehlen kann.
Ich hoffe, dass ich bei dem ein oder anderen Interesse geweckt habe. Mich würde es sehr freuen wenn sich der/die ein oder andere zu einer Ausbildung zum Wanderleiter entscheiden würde. Übrigens betrug die Frauenquote bei diesem Kurs knapp 30%.
Berg Heil Rainer Beer

19:37 02.03.02