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Strom aus der Steckdose – nun auch auf der Rüsselsheimer Hütte

Kurzbericht nach Rückkehr von einer arbeitsreichen Arbeitsausfahrt

Schema Energieversorgung

Mit der Versorgung unserer Rüsselsheimer Hütte mit elektrischer Energie – umweltfreundlich erzeugt – dürfte die Reihe von kostenträchtigen Investitionen für die Hütte im wesentlichen abgeschlossen sein. Dank einer namhaften Förderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die etwa 50% der Kosten für diese Anlage übernommen hat, konnten wir das Projekt angehen. Weitere Fördergelder wurden zugesagt vom Hauptverein, Kreis Groß-Gerau und Land Hessen.

Mitte Juni 2004 leisteten 9 Sektionsmitglieder über 600 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Gemeinsam mit der beauftragten Firma Berger aus Garmisch wurde in knapp 10 Tagen die Photovoltaikanlage installiert, ein Holzheizungsherd mit 400-Liter-Warmwasserspeicher gesetzt und komplett verrohrt und die Wasserturbine montiert und angeschlossen. Einige Restarbeiten mussten allerdings aufgehoben werden, da z.B. die Trasse für die Druckrohrleitung zur Wasserturbine noch mit meterhohem Schnee zugedeckt war.

Alle Räume sind jetzt elektrisch beleuchtet, die Gasanlage speist nur noch den Gasherd in der Küche. Kühl- und Küchengeräte, Handy-Ladestation für Gäste und Staubsauger werden nun durch „Strom von der Sonne“ versorgt. Die elektrische Energie war auch erforderlich für die geforderte Brandmeldeanlage, die mit insgesamt 23 automatischen Brandmeldern ebenfalls verkabelt und angeschlossen wurde.
In einem weiteren Arbeitseinsatz in dieser Saison sollen die restlichen Arbeiten erledigt werden. Dann sind noch etwa 250m Druckrohrleitung zum Trinkwasserzwischenbehälter in harter Arbeit zu verlegen und die Turbine in Betrieb zu nehmen.

Das Arbeitsteam (v.o. nach u.):
Stefan (Hüttenpersonal), Andreas Berger (Fa. Berger), Wolfgang Resch (Projekt-Leiter), Wolfgang Platzer, Ortwin Daum, Helmut Windolf, Wolfgang Gurk, Horst Mayer-Stein, Florian Kirschner (mit Hund), Diana Berger + Michael Berger (Fa. Berger), Erik aus Mauritius, Dieter Schwanebeck, Walter Jutzler. Nicht im Bild: Dieter Kopp (im Tal zur Materialbeschaffung)

Allen, die in selbstloser Arbeit dafür gesorgt haben, dass die Hütte zu Beginn der neuen Saison wieder voll betriebsfähig und so gemütlich wie gewohnt ist, gilt der Dank der ganzen Sektion.

Wolfgang Gurk


Fotos vom Arbeitseinsatz

Vor dem Hubschraubertransport.

Photovoltaik auf dem Dach der Winterhütte

Installationsarbeiten an und in der Hütte.

Die Gasleitungen haben ausgedient.

Verlegen der Druckrohrleitung für die Wasserturbine. Schnee und Felsen behindern die Arbeiten.

Die Kleinwasserturbine in der ehemaligen Dreikammerklärgrube.

Installation des Holzpelletofens
und des 400-Liter Wasserboilers.

 

Tagesraum mit der neuen elektrischen Beleuchtung.

Auch der Schlafraum der Winterhütte wird elektrisch beleuchtet.

Das Herzstück der elektrischen Anlage: Schalt- und Regelgeräte, Batterien.