Bericht vom Rodeln im Taunus 2004
Am Sonntag, den 1. Februar 2004 starteten wir vom Bahnhof in Rüsselsheim
aus warm eingepackt und mit Schlitten bewaffnet zum Rodeln im Taunus. Mit der
S-Bahn ging es nach Frankfurt und weiter nach Oberursel, mit der U-Bahn bis
zur Endstation Hohemark und zum Schluss noch mit dem Bus hinauf auf den Feldberg.
War doch ein ganz schönes Stückchen zu fahren, hat aber alles richtig
gut geklappt... nur irgendwie sah es ganz und gar nicht nach Schnee aus!
Nieselwetter, grauer Himmel und Temperaturen, die wohl eher die ersten Blumen
zum sprießen bringen.
Trotz allem waren wir voller Hoffnung und Erwartung. OK, wir wurden nicht von einer traumhaft verschneiten Winterlandschaft mit strahlendem Sonnenschein oben auf dem Feldberg begrüßt, vielmehr wehte uns ein pfeifender Wind um die Ohren... aber es gab noch Schnee, oder sollte ich lieber von Schneematsch bis Blank-Eis reden.
Schon bei der ersten Abfahrt auf der Probestrecke, spritzte uns das Wasser beim Bremsen, was auf dem vereisten Untergrund wenig erfolgreich war, entgegen. Sebastian und Kevin bauten so gleich den ersten Zusammenstoss und waren patschnass. Aber es erging nicht nur den beiden so...


Wir suchten uns dann die Abfahrt nach unten ins Tal. Peter erkundete den besten Weg zwischen spiegelglattem Eis, Sturzbach und „brauner“ Wiese. So ging es teilweise sogar noch richtig gut... Sebastian mit seiner Plastikschüssel war uns anderen dabei allerdings stark überlegen.

Einfallsreichtum war gefragt, so dass wir mit den verschiedensten Techniken
- von stehend über zu zweit und auf dem Bauch liegend - auf dem Schlitten
versuchten das beste rauszuholen. Sehr spaßig!
Mit dem Bus fuhren wir dann wieder rauf auf den Feldberg und verbrachten die
restliche Zeit noch auf unserer „Teststrecke“.


Mittlerweile waren auch viele andere Leute unterwegs und es wurde noch sehr amüsant anzuschauen, wie sie versuchten, sich auf dem Eis vorwärts zu bewegen. Da waren wir doch sehr froh, dass wir unsere Schlitten hatten.


Die rasante Geschwindigkeit zeigen wohl auch die Fotos, da kam sogar die Kamera nicht mit...



Zum Schluss entdeckten wir dann einen richtigen Eiskanal, der allen noch mal
das äußerste an Lenk- und Bremsvermögen abverlangte...
Kevin und Sebastian wollten das ganze dann auch mal ohne Schlitten ausprobieren,
mehr oder weniger freiwillig. Da gab es kein Halten mehr! Peter erwies sich
als absolutes Lenktalent und konnte den am Weg stehenden Bäumen immer
wieder geschickt ausweichen, während andere da schon mal Bekanntschaft
mit einer Buche machten. Die zwei Mädels, Christina und Theresa boten
uns dann noch eine ganz besondere Showeinlage, indem sie sich zu zweit auf
einem Schlitten rückwärts und Pirouetten-drehend den Kanal hinunter
stürzten.
Nach der Anstrengung am Schluss waren dann alle irgendwann froh, die Schlitten
zu schnappen und in den Bus zu steigen.


Dann fuhren wir also wieder zurück nach Rüsselsheim, wo wir uns schon
ganz doll auf eine warme Badewanne und ein leckeres Abendessen freuten. Für
die eher weniger optimalen Bedingungen, war es dann aber doch ein sehr schöner
Tag im Taunus. Und bis auf die triefnassen Schuhe und Klamotten und vielleicht
den einen oder anderen blauen Fleck hatten wir richtig viel Spaß!
