JDAV - Bau des Barfußpfades zum Kletterfest 2004
Am Sonntag vor dem letztjährigen Kletterfest haben wir uns am Bauschheimer Kletterturm getroffen, um einen Barfußpfad aufzubauen. Dazu sollten in erster Linie die Materialien als Unterlage genutzt werden, die wir direkt vor Ort gefunden haben. Dabei haben wir gemerkt, wie man schon mit einfachsten Mitteln eine große Wirkung erzielen kann. Zu Beginn mussten wir uns aber erst einmal durch das Gestrüpp schlagen und einen Weg frei schneiden. Nachdem man nun (auch mit verbundenen Augen) mühelos den Weg benutzen konnte, ohne sich in Brombeerdornen und Brennnesseln zu verhaken, konnten wir mit der eigentlichen Gestaltung beginnen. Christina fing damit an, Stöcke zu sammeln und sie sorgfältig aneinander zu reihen. Peter hatte sich überlegt, eine Treppe in den Sandhügel zu graben und schnappte sich erst mal den Spaten. Ich war ja anfangs noch sehr skeptisch, ob das mit der Treppe wirklich zu schaffen wäre, aber schon bald wurde ich vom Gegenteil überzeugt. Natürlich musste zuerst eine ganze Menge Sand umgeschaufelt werden...

Christina war inzwischen schon damit beschäftigt, den Kies zu verteilen, den wir freundlicherweise von Theresa bekommen hatten (der war wohl noch von der letzten Gartengestaltung übrig). Eine kleine Erholung für die Füße gab es in Form von einem weichen Moos- und Grasteppich. Das war ganz schön viel Arbeit, das ganze Moos auszubuddeln. Robin hat uns dabei schließlich noch ein bisschen geholfen und verstreute das frische Gras auf dem Sandhügel. Peter gönnte sich auch mal eine kleine Auszeit und „ließ sich mal hängen“. Immer wieder musste kräftig Erde geschaufelt und mit Eimern verteilt werden. Peter und Frank schleppten außerdem noch Pflastersteine, die sie im Gebüsch gefunden hatten, heran und versenkten sie in der Erde. Da wurde richtig geschuftet und die Hände taten bald weh. Mittlerweile wurde Peters Treppe auch fertig, und wir konnten sie alle mal ausprobieren und...sie hielt. Ich war begeistert. Das ist ein echtes handwerkliches Meisterwerk geworden, das später bei vielen Besuchern des Pfades für eine große Überraschung und Bewunderung sorgte. Ein mindestens genauso großes Ereignis wurde die letzte Station, das Matschloch. Da war der ein oder andere dann doch ein wenig schockiert, als es plötzlich nass wurde. Dazu haben wir in dem kleinen Bach, der leider ausgetrocknet war, eine Folie vergraben und mit Wasser aufgefüllt. Als erste Versuchsperson, schließlich mussten wir ja testen, ob alle Konstruktionen halten, erklärte sich der Moritz bereit. Natürlich wurde da keiner allein auf den Pfad geschickt, sondern es sollte immer mindestens eine Person mitgehen und den „Blinden“ führen. Dabei sollte dann ertastet werden, worauf man gerade läuft.
Zum Schluss unserer Bau-Aktion haben wir noch ein Plakat entworfen und gestaltet, das dann am Kletterfest den Besuchern den Weg weisen sollte. Insgesamt hat es richtig viel Spaß gemacht, das Projekt wachsen zu sehen und es schließlich auch selbst auszuprobieren. Es war auch echt super wie unsere Helfer mit angepackt und den ganzen Sonntag in Bauschheim gearbeitet haben. Danke besonders an Christina und Peter.
