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Auf Wanderschaft mit der Sektion

"Wer rastet - der rostet" - ein alter Ausspruch, doch was gibt es schöneres, als eine ausgiebige und genussvolle Rast nach einer anstrengenden Etappe?

Erleben -

•  sich selbst
•  mit Gleichgesinnten in der Gruppe
•  in freier Natur
•  das Wechselspiel der Jahreszeiten
•  sich wechselndes Wetter
•  Unvorhergesehenes und Unbekanntes
•  unterschiedliche Landschaften

Genießen - Träumen - die Freude an der Bewegung und der Natur - Gedankenaustausch mit Freunden - Augen öffnen für die Zusammenhänge Mensch und Natur - all dies und noch vieles mehr erfüllt das beschauliche Wandern, sei es zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Ski oder auch mit dem Kanu. Seit dem Bestehen unserer Sektion wird diese Art der Fortbewegung gepflegt und ist ein wesentlicher Teil unserer Aktivitäten.

Wandern in den Hochvogesen (Mai 1980)
Wandern in den Hochvogesen (Mai 1980)

Da ich nahezu 30 erlebnisreiche Jahre für die Gestaltung des jährlichen Wanderprogramms zuständig war, habe ich die Aufgabe gern angenommen - für die einen als Erinnerung, für die jüngeren Mitglieder zur Information - die zurückliegenden Wanderjahre aufzuarbeiten. Aber wie soll ich hier vorgehen? Es ist in diesem Rahmen unmöglich und nicht sinnvoll, alle ausgeführten Touren (allein in meiner Zeit als Wanderwart ca. 350!) aufzuführen, so bleibt nur die Möglichkeit, einige Besonderheiten hervorzuheben.

Weinwanderung um Gau-Algesheim
Weinwanderung um Gau-Algesheim

Viele von uns erleben ihren Urlaub in den geliebten Bergen, sofern es die körperliche Fitness noch erlaubt. Doch da wir die übrige Zeit meist im alpenfernen Rhein-Main-Gebiet zubringen, ist ein Bedarf an Bewegung auch in heimischer Umgebung vorhanden - was liegt hier näher, als dies in einer Gruppe von Gleichgesinnten zu tun. Eine solche Gemeinschaft soll die eingangs dargestellten Voraussetzungen für eine erlebnisreiche Ausfahrt erfüllen.

Als ich mit meiner Frau Ingeborg im Jahr 1967 der Sektion Rüsselsheim beitrat (Übertritt von der Sektion Bremen über Frankfurt), waren die Wandertermine noch recht rar, doch mit einer großen Beteiligung. Alle Altersgruppen, somit auch unsere (um die Mitte Zwanzig), waren dabei, und wir erlebten eine große Begeisterung, schnell wurde jedes neue Mitglied in die Sektion (und nicht nur in eine bestimmten Gruppe, wie bereits damals in größeren Sektionen üblich) integriert. Dies half uns "Nordlichtern", schnell am neuen Wohnort heimisch zu werden und Kontakt zu neuen Freunden zu finden.

Als ich dem damaligen Wanderwart Hugo Scharf in einer Nebelwochenendtour, die er 1968 in die Hohe Rhön führte, mit dem Kompass half, den Weg richtig zu deuten, wurde ich bei der Mitgliederversammlung 1969 auch prompt von ihm als dessen Nachfolger vorgeschlagen - und zu meiner Überraschung auch einstimmig gewählt. Diese Funktion motivierte mich, gemeinsam mit meiner Frau in vielen Vorwanderungen unsere neue Heimat ausgiebig kennen zu lernen.

Nach wie vor war die Beteiligung sehr hoch und wir waren oft 40 bis 60 Teilnehmer, doch schnell vervielfachten sich die Wandertermine und damit ging auch die Zahl der Mitwanderer je Unternehmung zurück, was sich allgemein als erfreulich erwies. Stark waren immer die jüngeren Jahrgänge vertreten. Viele aus dieser Zeit sind heute noch regelmäßig dabei - und, wie auch ich, inzwischen allerdings gute 30 Jahre älter geworden!

Das Programm konnte dank der Unterstützung durch zahlreiche Wanderfreunde stetig erweitert werden, da sie sich zur Organisation und Führung einer Tages- oder Wochenendtour bereit erklärten.

Kleiner Rückblick (1953 - 1969)

In der Gründerzeit unserer Sektion war ein eigenes Auto noch ein gewisses Privileg. Daher erfolgten die ersten Ausfahrten ausschließlich mit der Bahn oder dem Bus, was aber auch einen nicht unerheblichen Aufwand an Organisation und Bürokratie erforderte: schriftliche Anmeldung, Preisverhandlungen mit der Bahn und den Busunternehmen usw.


In den Anfangsjahren an der Lorsbachwand

Einen großen Raum nahmen in den ersten Jahren in unseren Rundschreiben Informationen zu Fahrplänen und Fahrpreise in Anspruch, um den Mitgliedern jeweils das günstigste Angebot machen zu können. Dies galt insbesondere auch für die Fahrten in die Alpen, mit detaillierten Angaben zu Bahn- und Postbusverbindungen vom Rüsselsheimer Bahnhof zum Zielort. Anfangs standen Ski-Aktivitäten im Vordergrund, das ist nicht verwunderlich: die meisten Sektionsgründer waren aktive Skiläufer.

Die erste offizielle Sektionswanderung sollte im Mai 1953 stattfinden, musste aber aus "widrigen Umständen" auf den folgenden Monat verschoben werden. Mit dem Bus ging es nach Usingen und unser Wanderwart Karl Schwarz führte die Gruppe zu den Eschbacher Klippen. In der Vorankündigung ist zu lesen: "Ein Lehrwart der Sektion Frankfurt will dabei Interessenten praktische Anleitung zum stilgerechten Klettern ... geben." Zur Schlussrast kehrte die Gruppe in der Kantine der Firma Saar ein: Kaffee und Kuchen 1,-- DM, Abendessen 1,50 ...1,70 DM.

Ab 1955 wurde jeweils eine Frühlings- und eine Herbstwanderung angeboten. Es ging zu Zielen, die mit Bus und Bahn erreichbar waren: In den Taunus, Odenwald und das Nahetal, auch mit einem städtischen Bus in den Rheingau. Im Juni 1958 fand eine gemeinsame

Ausfahrt für Wanderer und Kletterer statt. Während die ersteren in Bingerbrück ausstiegen, wurden die Kletterer bis zum Eingang ins Morgenbachtal befördert - und dort am Abend wieder eingesammelt.

1962 ist unserer noch jungen Sektion die ehrenvolle Aufgabe zugefallen, für den Sektionsverbandstag Hessen-Saar-Pfalz nicht nur die organisatorischen Vorbereitungen für diese überregionale Tagung zu treffen, sondern auch eine Sternwanderung vorzubereiten. Als Tagungsort wurde Bingen ausgewählt und die Wanderung führte aus verschiedenen Richtungen kommend zum Tagungslokal in Bingen.

Einladung zum Sektionsverbandstag 1962
Einladung zum Sektionsverbandstag 1962

Zu den üblichen jährlich zwei Wanderungen kamen in späteren Jahren noch "Zwischenwanderungen" hinzu, sodass die Zahl der Unternehmungen sich auf drei bis acht (1963) steigerte. Erstmals ging es dann 1966 zu einer Wochenendwanderung, das Ziel war die Schwäbische Alb mit Unterkunft im Happrechthaus.

Seit 1969 werden Wanderbücher mit dem Titel "Unterwegs mit der DAV-Sektion Rüsselsheim" geführt, in denen Routenverlauf, -be­schreibung und Teilnehmer festgehalten werden. Mittlerweile haben wir das achte Buch begonnen. Wer Interesse hat, kann die vorbildlich geführten und reich bebilderten Bücher in unserer Geschäftsstelle einsehen und darin schmökern. Nicht nur alle Mittelgebirgswanderungen, sondern auch alle gemeinschaftlichen Bergtouren werden seitdem darin festgehalten.

Von den Mühen der Vorbereitung

Die Tätigkeit des Wanderwarts sollte darin liegen, das Programm für das folgende Jahr zu erstellen. Hat dieser aber neben dem Wandern noch andere Hobbies (Klettern, Bergfahrten) oder Bindungen (Familie, Beruf) wird er kaum im Stande sein, mehr als zwei Wanderungen pro Jahr anzubieten. Zum Glück tragen viele Helfer mit Ideen dazu bei, dass inzwischen ein umfangreiches Pro­ gramm angeboten werden kann. Allerdings schlummern viele dieser Ideen und müssen erst durch gezielte und persönli che Ansprache geweckt werden. Manche schlagen vor "Man könnte doch mal ..." - dann hilft oft ganz direkt die Antwort: "Dann tue es doch selbst und biete es an!" Dennoch wird es in heutiger Zeit - obwohl, oder gerade weil immer mehr Freizeit verfügbar ist - mehr und mehr schwieriger, jemanden zu finden, der bereit ist, sich Monate im voraus fest an einen Termin zu binden.

Wetterfest
Wetterfest

Gymnastische Einlage
Gymnastische Einlage

Schon von jeher galt: möglichst keine Asphaltstraßen, sondern schmale und weiche Wege, im Sommer schattenreich, ansonsten mit viel Aussicht und immer etwas Besonderes bieten. Hohe Anforderungen also, dazu ein Schlussrastlokal mit preiswerten Speisen und Getränken, keinen langen Wartezeiten für das Essen - für eine größere Gruppe - zur besten Kaffeezeit am Nachmittag, möglichst auch warme Speisen à la carte, ausreichender Parkplatz für Pkw, Anreisebeschreibung ...! Die Wege in Hinblick auf einige gedanklich eingeplante Mitwanderer angepasst - dann aber die große Überraschung, wenn ein Weg, der bei der Vorwanderung noch in bestem Zustand war, wenig später durch Windbruch oder nach Holzfällerarbeiten unpassierbar wurde. Zum Glück sind bislang unsere Mitwanderer immer "pflegeleicht" und bereit gewesen, durch "dick und dünn" mitzugehen. Nun hoffe ich aber, dass nach dem Lesen dieser Zeilen noch genügend Wanderfreunde den Mut aufbringen und die dankbare Aufgabe annehmen, dennoch aktiv an den zukünftigen Wanderprogrammen mitzuarbeiten, auch zur eigenen Freude!


Weinwanderung um Gau-Algesheim
Bei der Vorwanderung war es noch ein gut zu begehender Feldweg

Unsere Aktivitäten von 1970 bis heute

Mit der steigenden Zahl der Sektionsmitglieder und derer, die bereit waren, sich als Leiter oder Leiterin einer Tour einzutragen, hat sich das Programm vervielfacht und sich bis heute auf einem großen Angebot stabilisiert. Es gibt wohl kaum ein Gebiet der näheren - und auch weiteren - Umgebung, durch das wir nicht schon gewandert sind.


Einziger Schattenspender am Rheinhöhenweg - bei 35°C Sommerhitze

Schutz der Gruppe: Im heftigen Schneetreiben im Wonnemonat Mai auf der Schwäbischen Alb
Schutz der Gruppe: Im heftigen Schneetreiben im
Wonnemonat Mai auf der Schwäbischen Alb

Höhepunkte sind immer auch die Wochenend- und Mehrtagesausfahrten, die in den Schwarzwald, die Eifel, Schwäbische Alb, Fränkische Schweiz, das Fichtelgebirge, den Bayerischen Wald... führen und bei denen besonders die Abende in froher Runde zum Kennenlernen, auch der "Neuen", die besten Gelegenheiten bieten.

Viele Gedichte in den Wanderbüchern zeugen auch von einer lyrischen Ader mancher Mitwanderer, wie das nachstehende Beispiel zeigt. Anlässlich einer Ausfahrt in den Pfälzer Wald am 6./7. September 1975 dichtete Liesel Veith (Text steht unterhalb der Teilnehmerunterschriften):

Sie konnten noch schreiben, ihr lest die Initialen,
sie sammelten Pilze und litten Qualen
Wer kennt schon die Dinger, welche sind genießbar?
Man verlässt sich auf Kenner und vertraut ihnen zwar
Doch so ganz sicher ist man nicht
Man denkt nach und leistet Verzicht
Auf irdische Güter und hofft auf des Himmels Güte
Und sei es, dass das Schicksal einem vor dem Schlimmsten behüte
Dann ein Lob auf den DAV und den Pfälzerwald
Und ein Wiedersehen dort alsbald.

Für die gute Moral unserer Wanderer spricht auch, dass nach 1970 keine Wanderung wegen Schlechtwetter ausgefallen ist.


Mai 1981: „Die Gemütlichen“ bei der Weinprobe in Oberhausen/Nahe
Mai 1981: "Die Gemütlichen" bei der Weinprobe in Oberhausen/Nahe

In den 80er Jahren findet sich eine Gruppe "Die Gemütlichen" zusammen, die besonders die Senioren ansprechen soll. Mit dem Ausscheiden des Initiators Willi Simon löst sich diese Gruppe auf - doch bald darauf werden 1988 auf Initiative von Herbert Meuselbach die "Mittwochswanderer" geboren, die bis zum heutigen Tage eine lebhafte und zahlenreiche Gruppe mit monatlichen Wanderungen unser Sektionsprogramm bereichern.

Schlauchtouren

Orientierung in der Rhön
Orientierung in der Rhön

Was verbirgt sich hinter dem Begriff "Schlauch"-tour? Das sind Wanderungen, die "schlauchen", also auch gehobenen Leistungsansprüchen genügen. Sie sind durchwegs etwa 32 km lang und beinhalten so um die 1000 bis 1500 Höhenmeter. Diese Art Wanderung wird seit 1977 in ununterbrochener Folge im Programm geführt und soll ein Konditionstest zu Beginn der Bergsaison sein, sie dienen außerdem als "Pflichtprogramm" für die Vorbereitung unserer ausgeschriebenen Hochgebirgswanderungen. Durchschnittlich werden 20 bis 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen gezählt. Als Alternative zu diesen Wanderungen wird am selben Tag - etwas zeitversetzt - eine gemütlichere Wanderung angeboten. Beide Gruppen treffen sich dann abschließend zur gemeinsamen Schlussrast. Bezeichnend für die "Qualen", die so einige der Schlauchtouristen erlitten haben, mögen die Zeilen sein, die nach der Schlauchtour am 5. Juni 1983 ins Wanderbuch geschrieben wurden (Autorin Ellen Juen):

" ...dann wurde gerastet, die Füß' durften ruh'n,
wir brauchten mal überhaupt nichts zu tun" und zum Schluss: "...Ganz lahm in den Knochen,
sind wir zum Parkplatz gekrochen ...'

Zum Feuerzauber im Binger Loch

Rheinabwärts auf der M.S. „Barbara“
Rheinabwärts auf der M.S. "Barbara"

Martin Reichenbächer organisierte im Juni 1983 im Rahmen des Wanderprogramms eine Ausfahrt mit dem Fahrgastschiff M.S. "Barbara". Das Schiff fuhr ausschließlich für die Sektion - am Heck wehte die Sektionsflagge. Von Rüsselsheim ging es erst den Main, dann den Rhein abwärts bis Lorch, wo sich die weiße Fahrgastflotte zu einem großen Schiffsverband vereinigte. Nach Einbruch der Dunkelheit fuhren wir stromauf unter den bengalisch beleuchteten Burgen, begleitet von Feuerwerk nach Rüdesheim und zurück nach Rüsselsheim, wo wir gegen Mitternacht das Schiff verließen - eine ganz andere Art einer Wanderung!

Weinwanderungen

Immer besonders gesellig - dem Anlass entsprechend - waren und sind die Weinwanderungen, meist unter weinkundiger Leitung und mit einem feuchtfröhlichen Abschluss.

Familienwanderungen


Kinderfreundliches Familienwandern

Viele Jahre lang waren die Familienwanderungen Tradition am Himmelfahrtstag, jeweils mit großer Beteiligung der jungen Familien und Kindern.

Mit dem Kanu unterwegs

Pause auf der Altmühl
Pause auf der Altmühl

Die Idee, auch mal zu Wasser zu wandern, kam aus einer Gruppe "alter" Kanuten aus dem Kreis der Mitwanderer. Dazu gehörten Wolfgang Resch, Wolfgang Möllendick, Klaus Vollmar, Axel Engels und Herbert Schmidt. Eine erste Wochenendwanderung führte auf die Lahn. Hier hatte Klaus Vollmar auch für die Anfänger Leihboote organisiert. Der große Zuspruch zu dieser Ausfahrt ermutigte dazu, eine Wasserwanderung zum jährlichen Programmpunkt des Wanderplans zu machen. Es folgten Mehrtagesausfahrten an die Weser, Lahn, Jagst und Kocher, und auch Altmühl, Donau und Fränkische Saale lernten wir aus dieser Perspektive kennen. Übernachtet wurde allgemein in Zelten auf kleinen Bootsanlegeplätzen. Nach einigen Jahren der Pause wollen wir versuchen, die Tradition der Kanuausfahrten ab 2003 wieder aufzugreifen.

Altmühl 1988: Manchmal gings auch auf dem Landwege
Altmühl 1988: Manchmal gings auch auf dem Landwege

Radeln mit der Sektion

Seit 1980 gehören auch die Radtouren zum regelmäßigen Programm der Sektionsausfahrten. Begonnen hatte es mit Tagesausflügen in unsere nähere Umgebung. Doch bald stießen zu den Mehrtagesausfahrten der Kanuten auch Radfahrer und - da sich mittlerweile auch herumgesprochen hat, dass man entlang der Flüsse nicht nur mit dem Boot, sondern auch sehr angenehm mit dem Fahrrad unterwegs sein kann, wurden diese Ausfahrten bald für beide Varianten ausgeschrieben, wobei man sich abends zu gemeinsamen fröhlichen Stunden auf dem Zeltplatz traf. Die Tradition der Radtouren wird nach wie vor von vielen Wanderfreunden gepflegt, wenn auch nicht immer mit Zeltübernachtung, sondern auch manchmal komfortabler im Gasthaus.

1981: Auf Radltour in Dreieichenhain
1981: Auf Radltour in Dreieichenhain

Etwas Besonderes zum Jahresabschluss

Ein Höhepunkt des Wanderjahres ist die seit langer Zeit zur Tradition gewordene Jahresabschlusswanderung mit dem Bus, der bislang immer vollbesetzt starten konnte
- wohl auch ein Zeichen dafür, dass das Angebot stimmte. Ein besonderes "Schmankerl" ist jeweils dabei, sei es eine Stadtbesichtigung, eine besonders interessante Landschaft, Museum, Bergwerk oder sonstige Sehenswürdigkeiten, die es zu entdecken gilt. Eine kleine anschließende Wanderung ermöglicht auch denen die Teilnahme, die bei einer längeren Strecke nicht mehr dabei sein können.

Vom Mittel- ins Hochgebirge

Auch mehrtägige Hochgebirgswanderungen wurden immer wieder von den Wanderwarten der letzten 30 Jahre angeboten. Hier waren es hauptsächlich Bergwanderungen von einem Standquartier aus. Wir erwanderten den Bregenzer Wald, das Appenzeller Land, das Schweizer Emmental, und auch das Werdenfelser Land und das Tannheimer und Kleinwalsertal lernten wir kennen. Bei unserer ersten Bergwanderung im Bregenzer Wald erlebten wir einen Wintereinbruch.

1986: Schnee- und Regenausfahrt Bregenzer Wald
1986: Schnee- und Regenausfahrt Bregenzer Wald

Unsere fröhliche Gruppe ließ sich davon wenig beeindrucken. Wenn wir nach einer 8-Stundentour durchnässt wieder im Gasthaus ankamen, wunderte sich die Wirtin, wie man bei so einem Wetter so gut gelaunt sein kann. Doch wir hatten auch Ausfahrten mit prächtigem Wetter.

Ich wünsche uns noch viele schöne Wander- und Bergerlebnisse. Danken möchte ich allen Wander- und Tourenleitern, dass mit Hilfe ihres Engagements unser Programm bisher so vielgestaltig ausgefüllt werden konnte. Nur durch aktive Mithilfe vieler Mitglieder wird es auch zukünftig möglich sein, ein attraktives Wanderprogramm anbieten zu können.

Wolfgang Gurk

1991: Bregenzer Wald bei optimalen Wetterbedingungen
1991: Bregenzer Wald bei optimalen Wetterbedingungen

 

Textfeld: Die 1.Wanderwarte der Sektion  1953		Karl Schwarz  1954 - 59	Johannes Fleck  1960		Hans Schwäbl  1961 - 64	Wilhelm Kohl  1965		Hans Schwäbl  1966 - 68	Hugo Scharf  1969 - 70	Wolfgang Gurk  1971 - 72	Klaus Vollmar  1973 - 98	Wolfgang Gurk  1999 - 2001	Lutz Renger  2002 - heute	Rainer Beer  Als 2.Wanderwarte waren tätig:  Dieter Ertel, Hero Heiland, Volker Beck, Richard Beisiegel, Friedel Meister, Norbert Weiler, Peter Bingel, Gisela Schäfer, Walter Schröder