Die Mittwochswanderer - ein Rückblick
Einige Daten:
- 1988: Gründung der „Mittwochswanderer“ durch die Initiative von Herbert Meuselbach
- 1989: Übernahme der Gruppe durch Ingeborg Gurk in gemeinschaftlicher Leitung mit Gruppenmitgliedern
- Heutige Gruppenstärke: ca. 50 mit steigender Tendenz.
Wir schauen auf das Jahr 1989 zurück. Ein sonniger Mittwoch im Mai. Elf Frauen aus unserer Sektion treffen sich wieder auf dem Parkplatz Haßloch-Nord, um einen erholsamen Tag im Odenwald zu erleben.
Es war das erste Mal, dass ich eine Wanderung führte. Zuvor wurde die Strecke natürlich geplant und mit Karte und Partner vorgewandert: Vom Fürstenlager bei Auerbach über den Borstein nach Reichenbach ging es. Nach der Mittagsrast wanderten wir über Hohberg, Schönberger Schloß, „Ludwigslinde“ und durch den Park des Fürstenlagers mit seinen alten Mammutbäumen wieder zurück. Die Wirtin im Gasthaus in Reichenbach konnte nicht glauben, dass wir „so viele Umwege“ machen, um wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen!
Es machte Spaß, Touren auszuarbeiten – und Ideen, die auf eine Umsetzung warteten, gab es genug. Unterstützung fand ich in den folgenden Jahren hauptsächlich durch Elfriede Bingel, Ingeborg Beyer, Angelika Wenzel und Gretl Möllendick. In den ersten Monaten war es noch nicht immer der erste Mittwoch im Monat – es konnte genauso gut der zweite oder auch der dritte sein. Die Absprache erfolgte meist bei der vorhergehenden Wanderung. Es wurde im Taunus, Odenwald, Rheinhessen, Rheingau, Kühkopf und „bei uns im Wald“ gewandert. Um die zehn Personen waren wir meistens. Da die Gruppe in der ersten Zeit ausschließlich aus Damen bestand, gab es manchmal Probleme mit dem Transport – da die Ehemänner oft das Fahrzeug gebrauchten und nicht jede Teilnehmerin einen Führerschein besaß. Oft waren wir mehr Personen als Pkw’s zur Verfügung standen und es mußte noch ein Fahrzeug organisiert werden. Eines war vor allem ganz wichtig: Wir mußten bis spätestens 16.30 Uhr wieder zurück sein, bevor die Ehemänner „vom Opel“ nach Hause kamen!
Nach zwei Jahren etwa wurde der Kreis recht klein, und wir dachten schon, jetzt sei bald das Aus für die Mittwochswanderer gekommen. Doch siehe da, unsere (Ehe-) Männer gingen nach und nach in den Ruhestand und fanden am gemütlichen Mittwochswandern – als einem zusätzlichen Programm zu den traditionellen Sonntagswanderungen – Gefallen. Die Gruppe vergrößert sich seitdem und der ursprüngliche Gedanke von Herbert Meuselbach wurde doch noch Realität. Nun befinden uns schon im 13. Mittwochswanderjahr. |
Neben vielen schönen Wanderungen besichtigten wir auch die Städte Mainz, Frankfurt und Wiesbaden, waren in Frankfurts Palmengarten und im Ledermuseum in Offenbach, beim ZDF in Mainz und auf dem Frankfurter Flughafen. Wir wurden fachkundig durch die Groß-Gerauer Zuckerfabrik, das Rüsselsheimer Opelwerk geführt, waren im Hessenpark und in der Wetterstation des deutschen Wetterdienstes im Odenwald, besuchten die Wasserwerke im Ried und eine Pumpstation, die den Flughafen mit Wasser versorgt, außerdem eine Seilerei in Groß-Gerau, eine Apfelweinkelterei im Taunus und waren auch im Observatorium sowie im Heimatmuseum in Trebur.
Das Kulinarische kam in den letzten Jahren auch nicht zu kurz: während
der Wanderungen gab es Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, Latwerge
mit Bauernbrot oder Schmalzebrot, zur Faschingszeit zum Abschluss Kreppel
und Fettgebackenes. Im Sommer wurde gegrillt und wir haben uns sogar
mit einer wilden Wasserschlacht abgekühlt.
Erfreulich ist, dass sich inzwischen die Organisation und Durchführung
der monatlichen Aktivitäten auf viele Schultern verteilt –
so kommen auch immer wieder neue Ideen und Anregungen zur Ausführung. Ingeborg Gurk |
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Eindrücke eines Mit-MittwochswanderersEinmal im Monat zieht’s auch die Mittwochswanderer
fort, Sie sind zwar nicht mehr ganz so jung, Damit sich der Verkehr nicht so verdichtet, Die Wanderstiefel werden stramm geschnürt, Auch Fahrradtouren sind in dieser Truppe sehr beliebt, In der kalten Jahreszeit packt man die Wanderstiefel
ein, Zum Jahresabschluss ist meist ein Weihnachtsmarkt das
Ziel, Max Joas |
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