Gedanken und Erinnerungen...
...von Mitglied Nr. 127, im Juni 1955 unter Benennung zweier Bürgen in die Sektion aufgenommen.
50 Jahre Sektion Rüsselsheim des DAV
Eine lange Zeit - für diejenigen, die als Gründungsmitglieder heute noch dabei sind; eine kurze Zeit - verglichen mit der Geschichte des DAV oder anderen Rüsselsheimer Vereinen, deren Gründungsjahr eine 18.. voran steht. Somit stellte sich dem Vorstand die Frage: Feiern? Wenn ja, wann - wie - wo - mit wem - für wen - welche Größenordnung und insbesondere - wer macht?
Nach dem allgemeinen "Ja" stand fest, auch eine Festschrift ist ein Muss, gerade dann, wenn die Zahl 50 steht.
Annus Jubilaeus
Freiheit und Jubel. Unser Begriff Jubiläum entstammt dem hebr. Wort " Jovel " aus vorchristlicher Zeit . In jener Zeit wurden in jedem 50. Jahr die Schuldner frei. Gewiss Grund genug zum Jubeln . Jubilate (lat.), diese weitere sprachliche Entwicklung fordert auf: Frohlocket! Jubiläum , diesen Begriff kennen wir seit dem 16. Jh. Also, jubeln und frohlocken wir! - Insbesondere darüber, dass die sechs Schatzmeister , die wir bisher unter fünf Vorsitzenden hatten, auch in sehr schwierigen Zeiten, gut gewirtschaftet und die Einnahmen nicht verjubelt haben.
Das Salz in der Suppe
Nun könnte man zu den üblichen, nüchternen Aufzählungen von hervorragenden Ereignissen kommen. Da an anderer Stelle dieses Heftes, aber auch schon in den Sondermitteilungen "40 Jahre Sektion Rüsselsheim" und "60 Jahre Neue Chemnitzer Hütte" und dem Hüttenprospekt sachliche Infos zu finden sind, nachfolgend Erinnerungen an die Anfangsjahre. Vielleicht können die Zitate und Anmerkungen so etwas wie "Salz in der Suppe" sein, um das Sektionsleben dieser Zeit zu vermitteln.
3. Juli 1953
"...ich bin auf dem höchsten Punkt, auf dem NANGA PARBAT, 8125 m....bin mir der Bedeutung des Augenblicks nicht bewusst, fühle auch nichts von der Siegesfreude ...", so schildert Hermann Buhl die Erstbesteigung des " deutschen Schicksalsberges" .
Die Besteigung hatte sehr breites öffentliches Interesse. Somit stand die Gründung der Sektion unter einem guten Stern, auch wenn ein Großteil der Gründungsmitglieder Skifahrer waren. Diese ersten 31 nutzten die allgemeine Stimmung und wagten bereits am 29.04.1953 einen öffentlichen Vortrag in der Aula der Parkschule mit dem schon damals bekannten Bergsteiger Martin Schließler. Die persönlichen Kontakte von Ehepaar Schwarz hatten es ermöglicht. Ein Unkostenbeitrag von 0,50 DM erscheint heute lächerlich. Bei Stundenlöhnen von 1,50 - 2,00 DM sollte man aber doch mal den damaligen Mitgliedsbeitrag von 1,00 DM / Monat auf heutige Werte hochrechnen. Am Ende dieses Jahres sind 43 Mitglieder in der Sektion gemeldet.

Rechnen war angesagt
Im Rundschreiben 1/54 ist die "Erste Bücherverleihordnung" der Sektion festgeschrieben auf eineinhalb DIN A4 Seiten. Die Wertvorstellungen dieser Zeit regelten klar die unterschiedlichen Gebühren, monatlich für Führer, Bücher und Karten, Gebühren bei Beschädigung bzw. Verlust. Eine Beleihung erfolgte nur gegen Hinterlegung eines entsprechenden Geldbetrages. Auch wurde auf die Vergünstigung - 50% - für Alpenvereinsmitglieder bei Fahrten mit dem Alpen-See-Express hingewiesen (Karten im DER-Büro, unter Vorlage des DAV-Ausweises im Hauptbahnhof Frankfurt).
Dabei kommen eigene Erinnerungen: Meine erste Tour 1955 mit Seil und Pickel in die Ötztaler unter der Führung von Friedel Meister. Private PKW waren die Ausnahme, also blieb nur der Alpen-See-EXPRESS:
Ab Rüsselsheim Samstag ca. 21.00 Uhr
ab Ffm mit A-S-Express ca. 23.00
Uhr
an Innsbruck Sonntag ca. 09.00 Uhr
ab Innsbruck nach Imst ca. 13.00 Uhr
an Imst ca. 15.00 Uhr
ab Pitztal mit Bus ca. 17.30 Uhr
an St. Leonhard ca. 20.00 Uhr
Dann kam der Aufstieg zur Riffelsee-Hütte, das letzte Stück bei Mondschein - eine bleibende eindrucksvolle Erinnerung.
An Riffelsee-Hütte ca. 22.00 Uhr
All diese Beschwerlichkeiten veranlassten keinen Bergsteiger oder Skifahrer aufzugeben. Die Sektion wuchs weiter und auch die Aktivitäten.
Der Blitzerorden
Im Rundschreiben 6/55 lesen wir, dass sich eine Fotogruppe bildet "... unter Leitung unseres Mitgliedes Rudolf Hungsberg ...". Sie bestand bis zum Ende der 60er Jahre, vornehmlich vom Vortragswart Karl Schwarz betreut. Ein gewisser Leistungsdruck herrschte auch damals schon: Der 2. Vortragswart, Wilhelm Laut, kommentierte an einem dieser Abende sein erstes Dia - schwarze Leinwand, in der Mitte weißer Punkt - mit den Worten "... dies ist das Ergebnis von all eueren Abklebevorschlägen des letzten Abends." Von ihm wurde auch der Blitzerorden gestiftet, der einige Jahre als Wanderpreis für beste Blitzlichtaufnahmen aus dem Sektionsleben überreicht wurde.
Wohl auch unter dem Leistungsdruck entstand folgende Situation "... R...R...Reichenbach, das N...Nest wird n...nicht fotografiert..." , so ein heftig erregtes Mitglied der Sektion, das für seine ausgezeichneten Fotos bekannt war. Es war ihm nicht gelungen, bei einer Sektionswanderung im Odenwald den Marktplatz autofrei zu bekommen.

Rudolf Hungsberg überreicht Blitzerorden an Mehlbrech
Besinnung und Aktivitäten
"Ein Besinnlicher Abend zum Jahresausklang" wird im Rundschreiben 9/55 erstmals angekündigt. Hutzelmännchen und Gickelmännchen (aus Dörrobst und Tannenzapfen) wurden in den ersten Jahren gebastelt, organisiert von Frau Schwarz. Nachdem dieser Tischschmuck jeweils ausgedient hatte, konnte sie Auktionator W. Laut zu Gunsten der Hütte "an den Mann bringen".
Aber nicht an jedermann, denn dem Rundschreiben 11/59 entnehmen wir die Bitte "... recht zahlreich zu erscheinen... und nur Gäste... mitzubringen, die uns auch innerlich wirklich nahestehen ...". Bis heute hat der "Besinnliche Abend" seinen alljährlichen festen Dezembertermin; ganz gleich ob man im oberen Saal des Bootshauses, im kleinen Saal der Stadthalle, im Rundfoyer der Stadthalle, im Adlersaal oder im Tanzsportsaal der TG zur Besinnung kam.
Trotz der nach wie vor schwierigen Bedingungen 1956 - eine Großveranstaltung musste abgesetzt werden wegen ".. .Kohlenmangel... weil die Stadthalle nicht geheizt werden konnte..." - war man sehr aktiv. Es wurden vom Vorstand 12 Rundschreiben mit insgesamt 48 DIN A4-Seiten an die inzwischen ca. 150 Mitglieder versandt; ein sachlicher Informationsumfang, der dem unserer heutigen Mitteilungen kaum nachsteht. Format und Aufmachung haben sich jedoch bis heute stetig verändert und verbessert. Unsere heutigen Mitteilungen, diesen Begriff benutzen wir seit 1978, werden von einem festen Redaktionsteam bearbeitet. Zeitpläne für die Bearbeitung stehen fest, genauso wie Papierqualitäten und ein modernes Layout.
Eine große Aufgabe
Im Jahr 1955 wurden die in den Nachkriegswirren beschlagnahmten "reichsdeutschen" Hütten wieder zurückgegeben. Über die Sektion Frankfurt wurde uns, als ganz junger, kleiner Sektion, die "treuhänderische Übernahme der Neuen Chemnitzer Hütte" angetragen. Es war 1956 ein sehr mutiger Entschluss der Sektion, diese Aufgabe anzunehmen. Sicher, wie wir heute nach allen Mühen wissen, ein richtiger. Die Sektion ist an dieser Aufgabe gewachsen!
Wie eine Gemeinschaft wächst
Wanderungen und Sektionsabende waren es von Anfang an, die Freundschaften entstehen ließen. Die Sektionsabende hatte man in einen Wechsel von geraden und ungeraden Wochen gelegt, um auch den in Schichten arbeitenden Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, sich voll zu integrieren.
Nur zwei, eine Frühjahrs- und eine Herbstwanderung waren die Regel; aber mit sehr hoher Beteiligung von Jung und Alt. Dabei wurden oft heftige Diskussionen über " Gott und die Welt" geführt, sodass der Blick für Weg und Natur verloren gehen konnte, wie folgende Situation zeigt: Eine Fangfrage wurde in den Raum gestellt. "Stell dir vor, die Erde wäre absolut rund. Man würde theoretisch eine Schnur mit einem Abstand von 50 cm um die Erde legen. Um wie viel Meter oder km wäre die Schnur länger?" Über die Schlussrast hinaus und auch bei nächsten Zusammenkünften wurde von Einzelnen das Ergebnis nicht anerkannt. U = d · p hatte keine Chance!
Der Skiwimpel
Zum Skifahren ging es sonntags per Bus in den Taunus. Dem Rundschreiben 9/56 entnehmen wir "... hat sich durch ein günstiges Angebot des Reisebüros Heczko die Teilnehmergebühr auf 3,00 DM ermäßigt. ".. zur schnellen Unterrichtung ... ob die Fahrt durchgeführt wird, hängt im Schaukasten ein weißer Skiwimpel aus, der samstags ab 14.00 Uhr eingezogen wird , wenn die Fahrt nicht stattfindet ." Wenn sie stattfand, war man noch längst nicht am "Roten Kreuz". Die erste steile Kurve hinter der Billtalhöhe war die Schlüsselstelle. " Alles aussteigen , schieben"; aber dann war auch die Schneelage sehr gut.
Die Jugend

Sektionsjugend 1954
Auch eine Sektionsjugend ist bereits ab 1954 präsent. Sie wurde von Kurt Haumann, der schon einen Kurs beim DAV als Lehrwart für Bergsteiger absolviert hatte, betreut. Bis 1959 war die Gruppe zahlenmäßig gewachsen. Doch wegen der unterschiedlichen Interessen, Skifahrer, Kletterer, kulturell Interessierte, gab es keine klare Koordination. Erst als Gründungsmitglied Friedel Meister, Jahrgang 1909, als Jugendleiter berufen wurde, gab es hervorragende gemeinsame Aktionen von dieser " Renaissance-Jugend" .

Klettern im Morgenbachtal
(links: Friedel Meister, rechts: Ernst Streck)
1960 wurde der Besinnliche Abend von der Jugend gestaltet. Auf einer kleinen Bühne, die den Hüttenerker darstellte, wurde bei Petroleumlicht und Rotwein gesungen und Sprüche "gekloppt".
" Hilde , noch einen Roten !" - Die Hüttenwirtin erscheint. --- Stille -Raunen - dann unter lautem Applaus der Ruf: "Das ist ja die echte Hilde!" Unter strenger Geheimhaltung war mit Unterstützung von Ehepaar Schwarz die Überraschung gelungen, unsere Hüttenwirtin Hilde Füruter in den Hüttenzauber einzubinden.

Hokus Pokus
Hokus Pokus, eine klassische Komödie von Curt Goetz, sie hatte so gar nichts mit Dirnd'l und Jod'l zu tun, war ein sehr ehrgeiziges Ziel, das sich die Jugend für den Jahresausklang 1961 vorgenommen hatte. Einige eingeweihte Vorstandsmitglieder hatten, sicher auch in Erinnerung an den Hüttenzauber vom Vorjahr, deutliche Bedenken, ob so was passend sei. Die 14 Darsteller plus Souffleuse und zwei weiteren Helfern für die Bühnengestaltung ließen sich nicht beirren. Im Gegenteil, man probte ca. ein halbes Jahr lang um so verbissener!
Dieser mehr heitere als besinnliche Abend war schließlich "... ein großer Abend und ein noch größerer Erfolg für die hiesige Jungmannschaft ..." wie es der 2. Vorsitzende Rudolf Hungsberg in seinen Dankesworten zum Ausdruck brachte. Auch die Bedenkenträger waren, wie der lang anhaltende Beifall zeigte, voll des Lobes für eine solche Gemeinschaftsarbeit.
Der Alpinismus kam aber nicht zu kurz. Von den etwa 20 aktiven Jugendlichen, der damals um 200 Mitglieder zählenden Sektion, trainierten in den ersten Jahren ständig zwei Seilschaften an den Felsen im "Morgenbachtal" und an der "Lorsbachwand" für den nur einmal im Jahr möglichen Bergurlaub (12 Tage Inc. Samstag war damals der tarifliche Urlaubsanspruch für 18-jährige).
Noch immer war Friedel Meister Jugendleiter und hatte bereits die heranwachsende Generation für die Berge begeistert.

In der Lorsbachwand
Dann die Nachricht: Hubert Kohl ist am Untersberg/Berchtesgaden tödlich verunglückt. " Die zutiefst betroffene Rüsselsheimer Sektion wird ihren jungen Freund nicht vergessen, " bemerkte unser Pressereferent Karl-Heinz Schwab in seinem Nachruf in Rundschreiben 5/69. Friedel mit der gesamten Jugend und einige Ältere gaben dem erst 18-jährigen liebenswerten, prachtvollen Kameraden auf dem Friedhof von Bayerisch Gmain das letzte Geleit. In großer Trauer nahmen wir Abschied.
Was wäre unsere Hütte ohne ihre Wirte
Nach wie vor musste gespart werden. Aus den Rundschreiben 2/58 ist zu entnehmen, dass "... aus dem Hüttenfond 200,00 DM (!) für dringenden Geschirrbedarf aufgebracht wurden ... ."
Seit diesem Jahr war auch ich erstmals im Vorstand. Ich erinnere mich gerne an den "Fruchtsaftportionierer ". Diesen - ein Aufsatz für eine Sirupflasche, der immer die gleiche Menge Sirup für ein Glas Skiwasser garantierte - wollte der Hüttenwirt als Inventar von der Sektion bezahlt haben. Nach langen Diskussionen wurde dieser schwerwiegende Punkt abgelehnt, sorgte jedoch späterhin für belustigende Bemerkungen bei ähnlichen Ansinnen.
Im Frühling kam Post aus dem Pitztal. " ...Kein Winter so stark, dass alte Leute sich erinnern...". Die Sektion hatte im Herbst neue Matratzen gekauft, die bei Louis im "Schupfen" überwintern sollten. Das dem Kuhstall anhängende Gebäude brach unter der Schneelast zusammen. Ein Teil der Matratzen kam mit Mist und Jauche in Berührung. Man hat gereinigt und gelüftet. - Ob wir heute noch auf der einen oder anderen die Nacht verbringen?
Der Bürgermeister im Pitztal müsste eigentlich auch Interesse an der Aufrechterhaltung des Hüttenbetriebes haben, so dachte man im Sektionsvorstand und uns bei der Suche nach einem neuen Hüttenwirt unterstützen. Im Frühjahr1966 fuhren der 1. und der 2. Hüttenwart ins Pitztal. In einem Gespräch mit ihm sollte die Bitte vorgetragen werden. In seinem Büro war er nicht, sondern an einer Bushaltestelle in St. Leonhard fanden wir ihn. Während wir unser Problem vortrugen, näherte sich ein Bus. Mit dem lapidaren Satz - " do werdet ihr ko Glick hom oanen z´finden, ich muaß mi´m Bus fort" - lief auf die andere Straßenseite, stieg ein und ward nicht mehr gesehen . Die Lösung kam dann doch wieder von der Familie Füruter. Ferdl, ein Schwager von Louis aus dem Ötztal übernahm die Hütte mit Unterstützung von Frau Detta Schöpf, die bereits "Neue-Chemnitzer-Hütte-Erfahrung" hatte.
Ganz leicht war´s nicht immer, wenn die Erinnerung an die erste Hüttenabrechnung mit ihm kommt. Nach der Zusage, die Abrechnung sei fertig, fuhren der 1. Vorsitzende und der 1. Hüttenwart ins Ötztal nach Burgstall, wo wir ca. 11.00 Uhr ankamen. Nach der Begrüßung von Familie Reindel meinte Ferdl: "d´Abrechnung ischt fertigch, i muaß nua schnei a moi in s Toal, woas b´sorgn. Esst´s a wenig Geseilcht´s". Sprach´s und tauchte erst wieder am späten Nachmittag auf. Dann erst, nach nochmals langer Pause, konnten wir abrechnen. Das war in seinen Sturm- und Drangjahren.
Naturschutz - Naturnutz
Heute geflügelte Worte in vielen Diskussionen. Das nachfolgende Zitat aus unserem Rundschreiben 3/61 zeigt, dass lange bevor grün schick war, beim DAV dieses Thema obenan stand: "Zu dem Naturschutzgedanken entnehmen wir einem Rundschreiben des Hauptvereins Worte von Hermann Hesse: Wir Romantiker und Sentimentalen, als die wir von der großstädtischen Literatur meist verspottet werden ... sind im Herzen vielleicht zukunftsgläubiger ... als viele von den Frommen des Fortschritts. Denn wir glauben an die Vergänglichkeit der Maschine und die Unvergänglichkeit Gottes".
Worte eines Schriftstellers - sicher etwas pathetisch. Heute beim Schreiben dieser Erinnerungen kommt es mir vor, als spräche er mir aus dem Herzen. Einen Naturschutzwart gibt es seit dem Jahr 1967, als die Sektion ca. 300 Mitglieder zählte. Die Position wurde in Personalunion von dem damaligen Hüttenwart Hans Hart übernommen. Sie wird heute jedoch als eigenständiges Ressort geführt.
Alpenbällchen
"Der Bergsommer klingt aus am 28. Oktober 1967 im Rundfoyer der Stadthalle", so können wir im Rundschreiben 3/67 nachlesen. Es ist das Jahr, in dem Pressereferent K-H. Schwab vermerkte: "Es lohnt sich schon zu unserem erstmaligen Alpenbällchen zu kommen, wie es unser "Zweiter" Reinhold Jablonski immer liebevoll nennt... ."

Alpenbällchen
Dieses Bällchen entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer Großveranstaltung, sodass 1976 die Besucher den großen Saal der Stadthalle füllten. Aber die große Zahl der Tänzer und Interessenten ging zurück. Auch die Kerntruppe, die diese beliebte Traditionsveranstaltung von Beginn an gestaltet und belebt hat, ist inzwischen kleiner geworden, sodass der Vorstand sich entschloss sie für 2002 auszusetzen.
Training mit Lockerungsübungen
Ab Januar 1967 bot Skiwart Rolf Barth an: "Jeden Sonntag, wenn kein ausreichender Schnee liegt ... treffen sich Skifahrer und Interessenten ... zum Waldlauf und zu Lockerungsübungen." Auch als ab 2. Dezember 1970 die Sektion für die Trainingsabende erstmals die Turnhalle der Albrecht-Dürer-Schule zur Verfügung bekam, war es Rolf Barth, der als Sportwart die Abende bis zum Beginn der 80er Jahre leitete. Derzeit stehen uns wöchentlich zwei kostenlose Hallenabende zur Verfügung. Grund genug, auch an dieser Stelle der Stadt Rüsselsheim ein herzliches Danke zu sagen.
Nachlese
Beim Schreiben über die ersten 15 Jahre des Sektionsgeschehens schwang bereits die Nostalgie mit; das kommt halt so, wenn man über die "gute alte Zeit" redet. Die Älteren unter uns fühlen sich vielleicht gerne daran erinnert. Und die Jüngeren? Sie fühlen sicher ähnlich wie die Jüngeren in den Anfangsjahren unserer Sektion.
Der Sektion Rüsselsheim des DAV e.V. wünsche ich für die Zukunft eine "GUTE alte ZEIT! "
Ernst Streck
