Erfolgreiche Umweltbaustelle an der Rüsselsheimer Hütte im Pitztal
Am Samstag, den 23.7.05 machten wir, Stephanie, Andreas, Theresa, Christina, Jonas, Franziska, Luise und Jeannine, uns auf den Weg ins Pitztal. Wir besuchten die auf 2323 m gelegene Rüsselsheimer Hütte, wo wir im Rahmen einer Umweltbaustelle für eine Woche tätig sein wollten. Die sektionseigene Hütte strebt die Auszeichnung mit dem Umweltgütesiegel an und eine der zu erfüllenden Kriterien ist ein sauberes und abfallfreies Hüttenumfeld. Nach der Ausstattung mit einer Photovoltaikanlage, einer neuen Filtersackkläranlage und einer Warmwasseranlage sollte die Rüsselsheimer Hütte nun von ihren Altlasten rings um die Hütte befreit werden. Nach einer herzlichen Begrüßung durch das Hüttenteam und den 1.Hüttenwart Dieter Kopp erfolgte dann die Einteilung für die durchzuführenden Arbeiten der nächsten Tage.
Hochmotiviert und gut gelaunt machten wir uns an die Arbeit. Zwischen Fels- und Geröllbrocken wurde der alte Müll, hauptsächlich verrostete Dosen eingesammelt. Am Ende hatten wir die stattliche Zahl von 40 Müllsäcken mit rostigen Dosen, sowie 4 Müllsäcke mit nicht verrottbarem Abfall aus der Zeit vor der Materialseilbahn gefüllt. Daneben wurde die ein oder andere Kuriosität ans Tageslicht befördert. Außerdem wurde ein alter Abwasserschlauch von ca. 30 m Länge, eine alte Tür und der Türrahmen des vom 1999 durch eine Lawine zerstörten Winterraums weit unterhalb der Rüsselsheimer Hütte mühsam geborgen, den steilen Hang hinauf geschleppt, anschließend zerteilt und mit dem übrigen Müll in der Materialseilbahn ins Tal gebracht, wo nun eine fachgerechte Entsorgung stattfinden kann. Eine alte Feuerstelle wurde gesäubert und wieder mit Erde aufgefüllt. Im Spätsommer wird Dieter eine Hochlandsaatenmischung aufbringen, um die Fläche wieder in den ursprünglichen Zustand zu führen. Alle waren mit so großem Eifer bei der Sache, dass unter der Anleitung von Dieter noch zusätzliche Arbeiten, wie das Aufschichten von Brennholz, Ausbesserungsarbeiten am Weg und Rekultivierungsarbeiten im Bereich der Umweltbaustelle durchgeführt werden konnten.
Neben den Arbeiten war natürlich auch genug Zeit für ein Sonnenbad, einen kleinen Spaziergang zum Gletschersee oder eine Tour im nahegelegenen Klettergarten an der Steinbockplatte.
Die Abende wurden mit verschiedenen Gruppenspielen zum fröhlichen Highlight des Tages und klangen meist in nicht enden wollenden Kicher- und Lachorgien aus. Aber da wir allein im Winterraum untergebracht waren, störte das nicht weiter...
Zum Abschluss und zur Belohnung für die getane Arbeit bestiegen
wir unter Führung unseres Hüttenwirtes und Bergführers Florian
Kirschner den Gipfel der Hohen Geige (3395 m).
Zufrieden über die erfolgreiche Umweltbaustelle und mit glücklichen
Gesichtern traten wir am Donnerstag früh den Heimweg an.
Für die schöne gemeinsame Zeit und diese tolle Leistung möchte
ich mich noch einmal bei euch allen bedanken.
Mit diesem Projekt werden wir uns nun im Anschluss für den Jugendumweltpreis des Deutschen Alpenvereins 2005 bewerben.
Jeannine Trzaska
